Eurosport - Do 04.Dez. 20:37:00 2008
Der Hamburger SV ist im UEFA-Cup in der Bringschuld. Nur ein Sieg bei Slavia Prag hält die Hamburger im Rennen um europäische Lorbeeren. Im Stadion "Eden" in Prag trifft HSV-Kapitän David Jarolim auf seinen Cousin Marek sowie seinen Vater Karel, der den tschechischen Meister trainiert.
Auf leisen Sohlen kam bei nasskaltem Wetter auf einmal der Sportchef um die Ecke geschlichen. Wie ein heimlicher Zaungast lauerte Dietmar Beiersdorfer am Rande des Trainingsgeländes vom Hamburger SV, das sich gleich neben der bombastischen Nordbank-Arena befindet. Wollte er etwa seinen eifrigen Angestellten beim Trainingsgeschäft zusehen, checken, ob die Einstellung stimmt? Nun, einsatzfreudig sind sie ja, die Spieler des HSV, das haben sie auch am Sonntag beim 1:1 in Bochum gezeigt. Nur so richtig zufrieden mit dem Remis waren sie nicht.
"Wenn man auswärts ein Unentschieden holt, muss man damit leben", reflektierte Beiersdorfer noch mal ein wenig genervt das Geschehene und deutete durch die Blume an, was die Spatzen in der Hafenmetropole von den Dächern pfeifen: Dass ein Zähler bei einem Abstiegskandidaten für die hehren Ambitionen der Hanseaten zu wenig gewesen ist. Doch die Protagonisten legten den Schalter schnell in Richtung Zukunft um. Zwangsläufig, schließlich hagelt es wegen der Teilnahme im UEFA-Cup diverse englische Wochen. Nach dem schmerzhaften 0:1 der Vorwoche gegen Ajax Amsterdam, muss der HSV nun bei Slavia Prag antreten. Es geht um wichtige drei Zähler zum Einzug in die Zwischenrunde.
Beiersdorfer fordert Sieg
"Wir müssen gewinnen, wenn wir die Qualifikation für die K.o.-Runde selber in der Hand haben wollen", forderte Beiersdorfer einen resoluten Auftritt seiner Spieler im fernen Tschechien. Die Stimmung beim Abschlusstraining in Hamburg war schon einmal intakt. Beim Warmmachen wurde der ein oder andere Scherz gemacht. Trotzdem lag jeden Moment eine dem Ernst der schwierigen Saison gerecht werdende Spannung in der Luft.
Das ganze Szenario wurde ja auch streng von Chef-Trainer Martin Jol überwacht. Unnachahmlich stolzierte er, die Hände auf dem Rücken verschränkt, über den Übungsplatz. Während sein Bruder und Co-Trainer Cornelis die Anweisungen gab. "Immer zwei Mann zueinander", hallte es im niederländischen Akzent, für jedermann hörbar über den Trainingsplatz. Es ist diese Mischung aus Disziplin und Entspanntheit, die ein gutes Arbeitsklima auch nach kleinen Rückschlägen erkennen lässt.
Jarolim warnt vor starken Tschechen
Nur HSV-Kapitän David Jarolim verzog ein wenig verkrampft die Mundwinkel. Für ihn wird die Reise nach Prag auch etwas ganz Besonderes sein. Jarolims Vater Karel trainiert Slavia, weshalb es zum sagenträchtigen Duell der "Knödel-Connection" zwischen Vater gegen Sohn kommen wird. Zudem ist sein Cousin Marek Antreiber im gegnerischen Mittelfeld. Jarolim berichtete auch von einem Telefonat mit seinem Vater. "Er hat gesagt, dass wir uns lieber auf das Bundesligaspiel am kommenden Sonntag konzentrieren sollten. Ich habe nur gesagt: keine Chance", machte der Mittelfeldmotor des HSV klar, dass gemeinsames Blut für 90 Minuten keine Rolle spielen wird.
Jarolim warnt dennoch vor dem aktuellen tschechischen Meister: "Ich würde sagen, dass sie zur Zeit den besten Fußball in der Liga spielen." Dennoch konnte Slavia bisher bei zwei europäischen Auftritten erst einen Punkt einheimsen, in Zilina stand ein mageres 0:0 zu Buche. Der HSV hat drei Zähler bei ebenfalls zwei UEFA-Cup-Duellen. Wollen die "Rothosen" im letzten Vorrundenspiel gegen Tabellenführer Aston Villa nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, sind also drei Punkte Pflicht. Ein nicht zu unterschätzender Trumpf der Heimmannschaft soll ihr brandneues Stadion Eden sein. Ein wahrer tschechischer Hexenkessel. Es wird ein heißes Match erwartet.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Slavia Prag: Vaniak - Tavares, Suchy, Brabec, Hubacek - Marek Jarolim, Smicer, Svento, Belaïd - Toleski, Necid
Hamburger SV: Rost - Boateng, Mathijsen, Reinhardt, Aogo - Demel, David Jarolim, Alex Silva - Guerreo, Olic - Petric
Schiedsrichter: Selçuk Dereli (Türkei)
Kommentare 1 - 11 of 11
Rinus Michels, Arie Haan, Aad De Mos, Huub Stevens, J. Lulukay.
Alles Holländer, wurde jemand von denen Deutscher Meister?
Verstehe nicht wie Bundesligavereine auf holländische Trainer setzten können. Jol und Rutten werden auch nicht lange bleiben. Die Holländische Fussballphilosophie ergänzt sich nicht mit der deutschen Fussballschule.
An Wolfgang!!
Du bist auch ein schöner Trottel!
Zeige mir mal bitte eine Deutsche Vereinsnanschaft die keine"Legionäre"in ihren
Reihen haben.Aber ich denke Du bist einer dieser Bayern trottel die meinen ein
"Oddo" ist ein Deuscher Spieler.Na ja,lassen wir das.Egal wieviele"Ausländer" beim
HSV spielen ich bleibe immer HSV`er weil es um die Liebe eines Vereins geht und nicht um die Spieler
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zu David
Bravo,ganz meine Ansicht!Ein bischen Nationalstolz schadet nicht!!-National sollte doch jeder seine "Lieblings-Elf" haben,sonst wäre es langweilig!Solange man oberhalb der "Gürtellinie" diskutiert,macht es Spaß!
ich bin HSV bub seit dem 8 lebensjahr , habe die letzte meisterschaft im stadion mit erlebt. und ganz fest drann glaub das sie weiter kommen
mir is das nicht egal,ob der hsv rausfliegt.ich bin immer f[r die deutschen.au-er wenn 2 aufeinander treffen
Das muss Ja geil sein gegen sein Vater und sein Cousin zu spielen
es gibt keine deutschen, spanier, engländer etc. ncith mehr, ihr seht das alle zu konseravtiv, mensch, das klingt hier ja manchmal wie zu seiten der NSDAP. wir sind alle Bürger der Welt, und Europas, mir müussen uns endlich mal wie eine Einheit fühlen, denkt doch mal zurück an die Zeit, als solche Rassenkonflickte zu kriegen geführt haben, und es ist immernoch so. Freut euch doch endlich mal, dass die Menschheit sich seit dem weiterentwickelt hat,zumindest die intelligenten, die leute die her chreiben wahrscheinlich nicht
Es ist doch egal ich finde wenn Deutsche Mannschaften international spielen sollte man alle unterstützen egal welcher Verein und egal aus welchem Land die Spieler kommen !!!
Wie schön^^ Neid von Fans von Mannschaften wie Schalke oder Bremen kann man doch immer gebrauchen...ihr Knallköppe ;)
du hast recht allerdings so schlimm ist des nicht das man tschechen nicht aussprechen kann nanananana
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